930 Austauschmotor & Instandsetzung — Angebote vergleichen

Porsche • 15 Motoren • 3 Modellen • März 1974 – November 1990

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Motor Typ Leistung
3.0 l Benzin 200 PS
3.0 l Benzin 180 PS
3.0 l Benzin 188 PS
3.0 l Benzin 204 PS
3.0 l Benzin 200 PS
3.0 l Benzin 180 PS
3.0 l Benzin 188 PS
3.2 l Benzin 231 PS
3.2 l Benzin 207 PS
3.2 l Benzin 218 PS
3.2 l Benzin 231 PS
3.0 l Benzin 260 PS
3.0 l Benzin 260 PS
3.3 l Benzin 301 PS
3.3 l Benzin 301 PS

Daten zur 930-Motorbaureihe

Leistung:
  • 180 PS bis 301 PS
    • 147 kW / 200 PS
    • 132 kW / 180 PS
    • 138 kW / 188 PS
    • 150 kW / 204 PS
    • 170 kW / 231 PS
    • 152 kW / 207 PS
    • 160 kW / 218 PS
    • 191 kW / 260 PS
    • 221 kW / 301 PS
Hubraum: 2993 ccm - 3299 ccm
Kraftstoffart: Benzin
Bauzeit: März 1974 bis November 1990
Marken: Porsche
Modelle: 3
Motoren: 15
Leistungen:

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Typische Probleme und Informationen zur 930 Baureihe

Gebrochene Zylinderkopf-Stehbolzen können den gesamten Motor des Porsche 930 innerhalb weniger Kilometer unbrauchbar machen — ohne jede Vorwarnung. Betroffen sind alle drei Modelllinien mit 930-Motorcode: der 911 SC (1977–1983) mit K-Jetronic, der Carrera 3.2 (1984–1989) mit DME und der 911 Turbo (1975–1989) mit 260–301 PS. Wer einen dieser Motoren besitzt oder kauft, sollte die drei größten Schwachstellen dieser Baureihe kennen — und wissen, wann eine Instandsetzung noch Sinn ergibt.

Du hast einen 930-Motor mit gebrochenen Stehbolzen, Kettenrasseln oder K-Jetronic-Aussetzern? Auf motorzentrale.de erreichst du verifizierte Porsche-Spezialisten mit echter Erfahrung an luftgekühlten Elfern. Durchschnittlich liegen nach 6,5 Stunden erste Angebote vor — jetzt Anfrage stellen und Angebote vergleichen.

Die Motorenfamilie: 15 Varianten, drei Charaktere

Die Baureihe 930 überspannt 16 Baujahre — von 180 PS im frühen 911 SC bis zu 301 PS im späten Turbo. Was alle 15 Varianten eint: luftgekühlter Sechszylinder-Boxer, Magnesium- oder Aluminiumgehäuse, Steuerkette statt Zahnriemen. Was sie trennt, ist die Gemischaufbereitung, die Aufladung — und daraus folgen völlig unterschiedliche Schadensbilder.
Motorcode Hubraum / Leistung Fahrzeug / Besonderheit
930.02 / 930.03 3,0 l / 200 PS / 180 PS 911 SC, frühe Baujahre; Standard-Stehbolzen ohne Dilavar
930.09 / 930.10 / 930.12 / 930.13 / 930.19 3,0 l / 188–204 PS 911 SC späte Baujahre; 204-PS-Version erstmals komplett mit Dilavar-Bolzen
930.20 / 930.21 / 930.25 / 930.26 3,2 l / 207–231 PS Carrera 3.2; hydraulische Kettenspanner, DME-Einspritzung; 930.25 ab 1987 bleifrei
930.50 / 930.52 3,0 l / 260 PS 911 Turbo 3.0; K-Jetronic, ohne Ladeluftkühler
930.60 / 930.66 3,3 l / 301 PS 911 Turbo 3.3; erstes Serienfahrzeug der Welt mit Ladeluftkühler; 930.66 mit 430 Nm

Die drei Hauptprobleme der 930-Baureihe

1. Gebrochene Zylinderkopf-Stehbolzen — das teuerste Szenario

Wenn ein Stehbolzen bricht, entweichen heiße Abgase zwischen Kopf und Buchse — das Ergebnis: die Abgase brennen Zylinderkopf und Zylinder ab, das Aluminiummaterial überhitzt. Besonders tückisch: die Stehbolzen brechen, weil die Schutzschicht keine zehn Jahre hält — und dabei Wasser sammelt. Rost hinterlässt tiefe Narben, an denen die Bolzen reißen. Zuerst wurden nur die unteren Bolzen durch Dilavar-Bolzen ersetzt, die oberen blieben weiterhin mit Schutzschicht — und wurden entsprechend locker oder brachen durch Korrosion. Erst beim 204-PS-SC kamen komplett Dilavar-Bolzen in den Motor. Das heißt für dich konkret: Alle frühen 930.02- und 930.03-Motoren (200 PS / 180 PS) sollten bei unbekannter Schraubenhistorie grundsätzlich als Risikomotor behandelt werden. Um an den Fuß des gebrochenen Stehbolzens zu kommen, müssen die Zylinder herunter — das bedeutet eine fast vollständige Demontage des Motors, damit der Stehbolzenrest mit verschiedenen Techniken aus dem Block geholt werden kann. Porsche-Spezialisten empfehlen dabei in der Regel eine komplette Motorenrevision — die Kosten bewegen sich zwischen 8.000 und 10.000 Euro. Wer bei einem bereits ausgebauten Motor spart und nur den einen Bolzen ersetzt, zahlt meistens drauf: Wenn die Zylinder ohnehin herunter sind, sollten alle Stehbolzen ersetzt werden — Zylinder und Köpfe können dann gleichzeitig geprüft und überarbeitet werden. Warnsignale: Leistungsabfall bei warmem Motor, metallisches Geräusch beim Beschleunigen, Abgasgeruch an untypischer Stelle, lockere Zylinderkopfmuttern beim Nachziehen.

2. Kettenspanner — unterschiedliche Risiken je nach Motorgeneration

Hier trennt sich die Baureihe klar in zwei Lager. Die mechanischen, federbetriebenen Kettenspanner des SC sind weniger modern als die hydraulischen des Carrera 3.2 — allerdings ist das kein grundsätzliches Problem. Wenn die Federn nachlassen und nicht mehr ordentlich spannen, droht die Steuerkette überzuspringen, was einen sehr teuren Schaden bedeutet. Bevor die Kette überspringt, macht sie jedoch einen Höllenlärm und rasselt deutlich — das hört auch jeder Laie. Beim Carrera 3.2 (930.20–930.26) kamen hydraulische, öldruckgestützte Kettenspanner zum Einsatz — die Kettenspanner waren jetzt an den Ölkreislauf des Motors angeschlossen, was deren Zuverlässigkeit stark verbesserte. Allerdings haben auch diese ihre Schwachstelle: bei den hydraulischen Spannern können die Dichtungen porös werden und die Spannung durch Ölverlust nachlassen — sie müssen dann ausgebaut und neu abgedichtet werden. Die 930-Motoren können deutliche Kettenlängungen ausgleichen — entweder sind dann die Kettenspanner am Ende oder wurden falsch eingebaut. In beiden Fällen hört man die Kette beim Motorlauf rasseln oder schlagen. Wer dieses Geräusch ignoriert, riskiert übergesprungene Steuerkettenzähne und verbogene Ventile — ein Totalschaden, der leicht vermeidbar gewesen wäre.

3. K-Jetronic-Probleme (911 SC und 930 Turbo 3.0)

Die Bosch K-Jetronic ist das Gemischbildungssystem aller 930-SC- und frühen Turbomotoren — und sie altert nicht besonders würdevoll. Problematische Kalt- sowie Warmstarts, Sägen im kalten Leerlauf sowie weitere Symptome sind oft auf einen nicht korrekt funktionierenden Warmlaufregler zurückzuführen. Das wirklich gefährliche Szenario steckt im Mengenteiler: Am gefährlichsten sind die kleinen O-Ringe zwischen Steuerkolbengehäuse und Mengenteiler — ist einer defekt, sickert Benzin durch und kann zu Warmstartstörungen oder hydraulic lock führen, letzteres bedeutet verbogene Pleuel. Die Serien-O-Ringe sind inzwischen über 30 Jahre alt und nicht alkoholfest — da tickt eine Zeitbombe. Beim 930 Turbo 3.3 (930.60 / 930.66) entfällt die K-Jetronic-Problematik der Saugmotoren weitgehend — dafür bringt die Turboanlage eigene Herausforderungen mit. Der größte technische Clou des 930 Turbo 3.3 ist der Ladeluftkühler — beim Vorgänger 3.0 lag die Temperatur der Ansaugluft noch bei ca. 140–150 °C, was geringere Sauerstoffdichte und dadurch einen höheren Luftbedarf bedeutete. Mit dem 930 Turbo 3.3 verkaufte Porsche 1978 das erste Serienfahrzeug der Welt mit Ladeluftkühler. Schläuche und Verbindungen des Ladeluftkreislaufs sind nach Jahrzehnten spröde und rissig — ein poröser Ladeluftschlauch kostet sofort messbaren Ladedruck und kann den Turbolader durch Ölverschleppung beschädigen.

Nebenprobleme auf dem Radar

Beim 930.25 (218 PS, ab 1987) existiert eine bekannte Problemcharge: Bei einer Serie des 930/25 verschlissen die Ventilführungen schnell — viele Besitzer mussten die Zylinderköpfe bei einer Laufleistung von etwa 80.000 km überholen lassen. Ölundichtigkeiten sind bei allen 930-Motoren als Grundrauschen einzuplanen. Typisch für die luftgekühlten Triebwerke sind leichte Öl-Schwitz-Feuchtigkeit sowie leichte Tropfenbildung an diversen Stellen — eine umfassende Abdichtung des gesamten Triebwerks ist nicht mal eben so zu machen und schlägt oft mit erheblichen Beträgen zu Buche.

Instandsetzung, Überholung oder Austauschmotor — konkrete Kriterien

Die Entscheidung hängt nicht nur vom Schadensausmaß ab, sondern auch davon, welcher der drei 930-Motorcharaktere betroffen ist: Für Stehbolzenschäden ohne Zylinderfressen gilt: Wenn der Rumpfmotor noch in Ordnung ist und keine weiteren Verschleißspuren vorliegen, lohnt eine gezielte Instandsetzung — alle Bolzen ersetzen (Dilavar-Qualität), Zylinderköpfe planschleifen lassen, Dichtsystem prüfen. Kosten ab ca. 4.000–6.000 Euro für eine saubere Teilinstandsetzung am ausgebauten Motor. Sobald Zylinder angefressen, Köpfe durchgeblasen oder mehrere Bolzen gleichzeitig gebrochen sind, ist die vollständige Motorrevision wirtschaftlich sinnvoller als eine Stückwerk-Reparatur. Porsche-Spezialisten nennen hier realistisch 8.000 bis 10.000 Euro — je nach Zustand des Rumpfmotors, der Kurbelwelle und der Nockenwellen. Für K-Jetronic-Probleme gilt: Warmlaufregler und Mengenteiler können einzeln instand gesetzt werden — die Kosten sind überschaubar im Vergleich zu einer Motorrevision. Ein Austauschmotor ist hier in den meisten Fällen überdimensioniert, sofern das Motorgehäuse selbst in Ordnung ist. Ein Austauschmotor ist dann die richtige Entscheidung, wenn Stehbolzenschaden, verschlissene Kettenspanner und K-Jetronic-Probleme gleichzeitig auftreten — oder wenn der Motor schlicht unbekannte Vorgeschichte hat und du ein sortiertes, geprüftes Aggregat als saubere Ausgangsbasis bevorzugst.

Egal ob du einen Austauschmotor für deinen 930.02 suchst oder eine Instandsetzung am 930.66 Turbo planst — auf motorzentrale.de vergleichst du konkrete Angebote von verifizierten Porsche-Spezialisten. 73 % aller Anfragen erhalten mindestens ein Angebot, durchschnittlich drei. Jetzt unverbindlich Anfrage stellen.

Fazit

Die 930-Baureihe ist ein außergewöhnlicher Boxer-Sechszylinder — aber nur in den Händen von Spezialisten, die seine spezifischen Schwachstellen kennen. Stehbolzen, Kettenspanner und Gemischbildung sind keine allgemeinen Oldtimer-Probleme, sondern präzise definierte Schadensbilder mit klaren Kilometerschwellen und bekannten Reparaturwegen. Wer frühzeitig handelt und den richtigen Fachbetrieb findet, schützt nicht nur den Motor — sondern auch seinen Wert als Klassiker.
Mit KI-Unterstützung recherchiert. Redaktionell geprüft von Arnold Kleitsch | Motorzentrale-Experte

Modelle mit 930 Motor

Fahrzeug Hubraum Kraftstoff Leistung HSN/TSN
Porsche
911 930-02, 930-03, 930-09, 930-10, 930-12, 930-13, 930-19, 930-20, 930-21, 930-25, 930-26, 930-50, 930-52, 930-60, 930-66
911 3.0 SC

08/1980 bis 07/1983

2993 ccm Benzin 150 kW / 204 PS 0583/387 0583/387
911 3.0 SC Carrera

07/1977 bis 06/1980

2993 ccm Benzin 132 kW / 180 PS 0583/379 0583/379
911 3.0 SC Carrera

09/1979 bis 06/1980

2993 ccm Benzin 138 kW / 188 PS 0583/382 0583/382
911 3.0 SC Carrera

09/1975 bis 06/1977

2993 ccm Benzin 147 kW / 200 PS 0583/370 0583/370
911 3.0 SC Carrera

03/1974 bis 10/1983

2993 ccm Benzin 154 kW / 209 PS 0583/368 0583/368
911 3.0 Turbo

01/1975 bis 12/1977

2993 ccm Benzin 191 kW / 260 PS 0583/410 0583/410
911 3.2

08/1986 bis 08/1989

3164 ccm Benzin 160 kW / 218 PS 0583/407 0583/407
911 3.2 SC Carrera

02/1984 bis 06/1987

3164 ccm Benzin 152 kW / 207 PS 0583/397 0583/397
911 3.2 SC Carrera

08/1983 bis 08/1989

3164 ccm Benzin 170 kW / 231 PS 0583/392, 0583/405 0583/392, 0583/405
911 3.3 SC Turbo

09/1977 bis 06/1987

3299 ccm Benzin 221 kW / 301 PS 0583/389 0583/389
911 3.3 Turbo

06/1986 bis 08/1989

3299 ccm Benzin 221 kW / 300 PS 0583/409 0583/409
911 3.3 Turbo

09/1986 bis 11/1990

3299 ccm Benzin 243 kW / 330 PS 0583/411 0583/411
911 Cabriolet 3.0 SC

08/1982 bis 07/1983

2993 ccm Benzin 150 kW / 204 PS 0583/388 0583/388
911 Cabriolet 3.2 Carrera Speedster

08/1986 bis 08/1989

3164 ccm Benzin 160 kW / 218 PS 0583/408 0583/408
911 Cabriolet 3.2 Carrera Speedster

08/1986 bis 08/1989

3164 ccm Benzin 170 kW / 231 PS 0583/406 0583/406
911 Cabriolet 3.2 SC Carrera

10/1984 bis 08/1989

3164 ccm Benzin 152 kW / 207 PS 0583/398 0583/398
911 Cabriolet 3.2 SC Carrera

08/1983 bis 08/1984

3164 ccm Benzin 170 kW / 231 PS 0583/393 0583/393
911 Cabriolet 3.3 Turbo

09/1986 bis 08/1989

3299 ccm Benzin 221 kW / 301 PS --- ---
911 Targa 3.0 SC Carrera

07/1977 bis 06/1980

2993 ccm Benzin 132 kW / 180 PS 0583/380 0583/380
911 Targa 3.0 SC Carrera

09/1979 bis 06/1980

2993 ccm Benzin 138 kW / 188 PS 0583/383 0583/383
911 Targa 3.0 SC Carrera

09/1975 bis 06/1977

2993 ccm Benzin 147 kW / 200 PS 0583/371 0583/371
911 Targa 3.3 Turbo

09/1986 bis 11/1990

3299 ccm Benzin 221 kW / 301 PS --- ---
Keine Gewähr auf Vollständigkeit der Liste. Die Aufzählung basiert auf unserem Datenbestand und ist daher möglicherweise nicht komplett.
Warum motorzentrale.de?
  • Kostenlose Anfrage — keine Vorkosten, keine Verpflichtung
  • Erstes Angebot im Schnitt nach 6,5 Stunden
  • Alle 15 930 Motorvarianten in einer Übersicht
  • Angebote von mehreren geprüften Fachbetrieben gleichzeitig vergleichen
  • Sowohl Austauschmotor als auch Instandsetzung anfragbar
  • Getriebe und Turbolader ebenfalls über eine Anfrage abdeckbar
  • Transparent: Bewertungen anderer Kunden vor der Entscheidung einsehbar
  • Schnelle Hilfe bei 930 Motorschaden — auch am Wochenende
Arnold Kleitsch

Gemeinsam mit meinem Team habe ich mit Motorzentrale.de eine Anlaufstelle für alle geschaffen, die einen Austauschmotor suchen oder ihren Motor instandsetzen lassen möchten. Unser Ziel ist es, dich dabei bestmöglich zu unterstützen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach einem passenden Motor für dein Fahrzeug oder für das Fahrzeug deines Kunden. Der schnellste Weg zum neuen Motor ist übrigens eine Anfrage über unser Anfrageformular!

Unterschrift von Arnold Kleitsch