OM606 Austauschmotor & Instandsetzung — Angebote vergleichen

Mercedes-Benz • 5 Motoren • 5 Modellen • Juni 1993 – Juli 2000

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Motor Typ Leistung
3.0 l Diesel 136 PS
3.0 l Diesel 136 PS
3.0 l Diesel 177 PS
3.0 l Diesel 177 PS
3.0 l Diesel 177 PS

Daten zur OM606-Motorbaureihe

Leistung:
  • 136 PS bis 177 PS
    • 100 kW / 136 PS
    • 130 kW / 177 PS
Hubraum: 2996 ccm - 2996 ccm
Kraftstoffart: Diesel
Bauzeit: Juni 1993 bis Juli 2000
Marken: Mercedes-Benz
Modelle: 5
Motoren: 5
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OM606 Anfragen & Angebote

Mercedes-Benz E-KLASSE E 300 Turbo-D (210.025)

Motorcode OM 606.962 · 177 PS · Baujahr 1997

Anfrage aus Ratingen

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vor 1 Woche

Mercedes-Benz S-KLASSE S 300 Turbo-D (140.135)

Motorcode OM 606.961 · 177 PS · Baujahr 1999

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Mercedes-Benz E-KLASSE E 300 T Turbo-D (210.225)

Motorcode OM 606.962 · 177 PS · Baujahr 1997 · 200.000 km

Anfrage aus Winklarn

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Typische Probleme und Informationen zur OM606 Baureihe

Undichte Einspritzpumpe und poröse Rücklaufleitungen gehören beim OM606 zu den häufigsten Alltagsproblemen — und werden trotzdem regelmäßig zu spät erkannt. Die Baureihe hat inzwischen ein Alter von über 25 Jahren erreicht und läuft in E-Klasse, S-Klasse und G-Klasse unter teils extremen Bedingungen weiter. Wer jetzt nicht genau hinschaut, riskiert aus einem behebbaren Teiledefekt einen kapitalen Motorschaden.

Du hast einen OM606 mit Ölverlust, Leistungsabfall oder Geräuschen beim Kaltstart? Auf motorzentrale.de kannst du unverbindlich Anfrage stellen und Angebote von spezialisierten Werkstätten und Motorenhändlern direkt vergleichen — für Austauschmotor, Überholung oder Einzelreparatur.

Technische Einordnung: Fünf Varianten, zwei grundlegend verschiedene Motorkonzepte

Die OM606-Baureihe klingt auf den ersten Blick homogen — 3,0 Liter, Reihensechszylinder, 24 Ventile. Doch zwischen den fünf Varianten liegen technisch relevante Unterschiede, die für Reparatur, Teilesuche und Austausch entscheidend sind. Der OM606.910 im W124 arbeitet mit einer mechanisch geregelten Bosch-Reiheneinspritzpumpe, während alle anderen Varianten eine elektronisch gesteuerte EDC-Pumpe verwenden. Die Saugmotoren (606.910 und 606.912) kommen mit dünneren 5,5-mm-Pumpenelementen und einer organischen Zylinderkopfdichtung. Die Turbovarianten (606.961, 606.962, 606.964) haben 6-mm-Pumpenelemente und eine mehrlagige Stahlkopfdichtung (MLS). Außerdem unterscheiden sich Turbo- und Saugversion in Zylinderkopf, Nockenwellen, Pleuel, Ansaug- und Abgaskrümmer sowie im Kurbelgehäuseentlüftungssystem grundlegend voneinander.
Motorcode Leistung Aufladung Einspritzung Fahrzeuge
OM 606.910 136 PS Saugmotor Mechanische Bosch-Pumpe E-Klasse W124 (E300 D)
OM 606.912 136 PS Saugmotor Elektronische EDC-Pumpe E-Klasse W210 (E300 D)
OM 606.961 177 PS Turbo Elektronische EDC-Pumpe S-Klasse W140 (S300 TD)
OM 606.962 177 PS Turbo EDC-Pumpe + MAF-Sensor E-Klasse W210 (E300 T Turbo-D)
OM 606.964 177 PS Turbo Elektronische EDC-Pumpe G-Klasse W463
Wichtig beim Austausch: Der OM606.962 ist als einzige Variante der Baureihe mit einem Luftmassenmesser (MAF-Sensor) ausgestattet — ein Detail, das beim Aggregatetausch zwingend beachtet werden muss.

Typische Probleme der OM606-Baureihe

Kraftstoffsystem: Das unterschätzte Alltagsproblem

Undichte Einspritzpumpen, poröse Kraftstoffrücklaufleitungen und verschlissene Einspritzdüsen sind beim OM606 die häufigsten Defekte im regulären Fahrbetrieb. Die Gummischläuche der Rücklaufleitungen verspröden altersbedingt und beginnen ab ca. 150.000–180.000 km zu undichten — sichtbar als Diesel-Geruch im Motorraum oder als Kraftstoffflecken unter dem Fahrzeug. Verschlissene Einspritzdüsen verursachen unruhigen Leerlauf, schwarzen Rauch unter Last und spürbaren Leistungsverlust. Beim OM606.910 mit mechanischer Einspritzpumpe kommen altersbedingte Leckagen an den Pumpenelementen hinzu, die sich durch schlechtes Warmstartverhalten ankündigen.

Überhitzungsschäden: Kurz, folgenreich, oft vermeidbar

Obwohl der OM606 thermisch robust ausgelegt ist, gehören Überhitzungsschäden zu den folgenschwersten Problemen dieser Baureihe. Verstopfte Kühler, gealterte Thermostate oder schwache Wasserpumpen führen dazu, dass der Motor unter Last zu heiß läuft — bereits kurze Überhitzungsphasen können langfristige Schäden am Zylinderkopf oder an der Kopfdichtung verursachen. Besonders gefährdet sind Fahrzeuge nach Leistungssteigerungen oder mit unvollständiger Wartungshistorie. Das Tückische: Der Fahrer bemerkt es oft zu spät, weil die Temperaturanzeige selbst bei beginnendem Schaden noch im Normalbereich liegen kann.

Turbolader (606.961 / .962 / .964): Ölrücklauf ist der kritische Punkt

Bei den Turbovarianten ist der Turbolader eine eigenständige Schwachstelle. Verstopfte Ölrücklaufleitungen oder zu hoher Ladedruck — etwa durch eine defekte Wastegate-Membran — führen zu Lagerversagen im Turbo. Symptome: pfeifende oder rasselnde Geräusche unter Last, blauer Rauch aus dem Auspuff und nachlassende Turbodruckentfaltung. Ab ca. 200.000 km sollte der Ölrücklauf des Turboladers bei jedem Ölwechsel auf freien Durchfluss kontrolliert werden.

Steuertrieb und Nockenwelle: Altersdefekte ab ca. 250.000 km

Der OM606 verfügt über einen doppelreihigen Kettenantrieb, der grundsätzlich als sehr haltbar gilt. Dennoch zeigen sich bei hohen Laufleistungen gelängte Steuerketten, verschlissene Gleitschienen oder eingelaufene Nockenwellen. Auffällige Geräusche beim Kaltstart — ein metallisches Rasseln, das nach dem Warmfahren nachlässt — sind oft erste Hinweise. Diese Defekte werden häufig unterschätzt, insbesondere bei Fahrzeugen ohne lückenlose Wartungshistorie.

Lager und Ölkreislauf: Wenn Schmierung vernachlässigt wird

Ein stabiler Öldruck ist beim OM606 buchstäblich lebensnotwendig. Altersbedingter Ölpumpenverschleiß, verstopfte Ölkanäle oder zu lang ausgedehnte Ölwechselintervalle können zur Mangelschmierung führen — kritisch vor allem bei hohen Drehzahlen, im Anhängerbetrieb oder nach Tuningmaßnahmen. Sinkender Öldruck äußert sich nicht immer sofort akustisch, verursacht aber langfristig Lagerschäden an Kurbelwelle und Pleueln. Lagerschäden an Kurbelwellen- oder Pleuellagern sind bei Laufleistungen ab ca. 350.000 km ohne regelmäßige Ölanalyse keine Seltenheit. Nebenprobleme, die häufig auftreten:
  • Ölverlust an Ventilschaftdichtungen und Zylinderkopfdeckeldichtung (typisch ab ca. 120.000 km)
  • Kühlmittelverlust durch Risse im Zylinderkopf oder poröse Kühlerschläuche
  • AGR-Ablagerungen bei Fahrzeugen mit hohen Kurzstreckenanteilen
  • Korrosion an Motorblock und Nebenkühlkreislauf bei selten gefahrenen Exemplaren
Zur Rückruflage: Für den OM606 sind keine massiven Rückrufe bekannt, die auf schwerwiegende Konstruktionsfehler hinweisen. Die bekannten Beanstandungen betrafen vereinzelte Modelle und Baujahre und beziehen sich auf Dichtungsprobleme, Kraftstoffpumpenthemen und Steuergeräteelektronik — nichts, das pauschal die gesamte Baureihe betrifft.

Instandsetzen, überholen oder Austauschmotor — wann was sinnvoll ist

Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Schadensumfang, Fahrzeugwert und Laufleistung. Eine gezielte Instandsetzung lohnt sich, wenn der Schaden klar lokalisierbar und auf wenige Bauteile begrenzt ist — zum Beispiel bei Turboladerschaden, defekter Einspritzpumpe oder Zylinderkopfdichtung mit sonst intaktem Block. Die Kosten liegen je nach Umfang zwischen 2.500 und 5.000 Euro und sind damit deutlich günstiger als ein Motorersatz. Eine Motorüberholung ist die richtige Wahl, wenn mehrere Defekte gleichzeitig vorliegen — etwa Lager- und Kopfdichtungsschaden kombiniert mit hohem Ölverbrauch — der Motorblock aber noch maßhaltig ist. Der OM606 ist für Überholungen prädestiniert, weil Ersatzteile noch verfügbar sind und erfahrene Motorinstandsetzer die Baureihe gut kennen. Ein Austauschmotor empfiehlt sich ab ca. 400.000 km Laufleistung bei kapitalen Schäden (Pleuelbruch, gerissener Zylinderkopf, Kurbelwellenschaden) oder wenn der Motorblock nicht mehr nachschleifbar ist. Reale Angebotspreise auf motorzentrale.de zeigen: Ein OM606-Austauschmotor liegt je nach Zustand und Variante im Bereich von rund 5.228 € — wie eine aktuelle Anfrage für einen S300 TD (OM606.961, Bj. 1999) belegt. Die Lieferzeit beträgt dabei typischerweise etwa 5 Tage. Die Kombination aus Ölverlust, nachlassender Kompression und Einspritzproblemen — also mehrere Baustellen gleichzeitig — macht eine Einzelreparatur schnell unwirtschaftlich. Hier schafft ein Angebotsvergleich Klarheit. Jetzt unverbindlich Anfrage stellen und innerhalb von durchschnittlich 6,5 Stunden erste Angebote von verifizierten Betrieben erhalten — für Austauschmotor, Überholung oder Instandsetzung.

Fazit

Der OM606 ist einer der langlebigsten Dieselmotoren, die Mercedes-Benz je gebaut hat — aber kein Motor, der Vernachlässigung verzeiht. Wer regelmäßig wartet, den Ölkreislauf im Blick behält und frühe Symptome ernst nimmt, kann noch viele Jahre und Kilometer herausholen. Wer hingegen wartet, bis Leistung, Öldruck und Kühlsystem gleichzeitig Probleme machen, steht vor einer deutlich teureren Entscheidung.
Mit KI-Unterstützung recherchiert. Redaktionell geprüft von Arnold Kleitsch | Motorzentrale-Experte

Modelle mit OM606 Motor

Fahrzeug Hubraum Kraftstoff Leistung HSN/TSN
Mercedes-Benz
E-KLASSE om-606-910
E-KLASSE E 300 D (W124)

07/1993 bis 06/1995

2996 ccm Diesel 100 kW / 136 PS 0708/477 0708/477
E-KLASSE T-Model E 300 TD (S124)

06/1993 bis 06/1996

2996 ccm Diesel 100 kW / 136 PS 0708/479 0708/479
G-KLASSE om-606-964
G-KLASSE G 300 TD (W463)

08/1996 bis 07/2000

2996 ccm Diesel 130 kW / 177 PS 0710/316 0710/316
G-KLASSE Cabrio G 300 TD (W463)

09/1996 bis 07/2000

2996 ccm Diesel 130 kW / 177 PS 0710/315 0710/315
S-KLASSE om-606-961
S-KLASSE S 300 Turbo-D (W140)

05/1996 bis 10/1998

2996 ccm Diesel 130 kW / 177 PS 0708/498 0708/498
Keine Gewähr auf Vollständigkeit der Liste. Die Aufzählung basiert auf unserem Datenbestand und ist daher möglicherweise nicht komplett.
Warum motorzentrale.de?
  • Kostenlose Anfrage — keine Vorkosten, keine Verpflichtung
  • Erstes Angebot im Schnitt nach 6,5 Stunden
  • Alle 5 OM606 Motorvarianten in einer Übersicht
  • Angebote von mehreren geprüften Fachbetrieben gleichzeitig vergleichen
  • Sowohl Austauschmotor als auch Instandsetzung anfragbar
  • Getriebe und Turbolader ebenfalls über eine Anfrage abdeckbar
  • Transparent: Bewertungen anderer Kunden vor der Entscheidung einsehbar
  • Schnelle Hilfe bei OM606 Motorschaden — auch am Wochenende
Arnold Kleitsch

Gemeinsam mit meinem Team habe ich mit Motorzentrale.de eine Anlaufstelle für alle geschaffen, die einen Austauschmotor suchen oder ihren Motor instandsetzen lassen möchten. Unser Ziel ist es, dich dabei bestmöglich zu unterstützen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach einem passenden Motor für dein Fahrzeug oder für das Fahrzeug deines Kunden. Der schnellste Weg zum neuen Motor ist übrigens eine Anfrage über unser Anfrageformular!

Unterschrift von Arnold Kleitsch