A-Klasse CDI oder Vaneo mit Startproblemen, Abgasgeruch im Innenraum oder unrundem Leerlauf? Auf motorzentrale.de erhältst du im Schnitt 3 Angebote von verifizierten Spezialisten — das erste Angebot typischerweise nach 6,5 Stunden. Ob Injektor-Instandsetzung, Hochdruckpumpe oder Austauschmotor: Jetzt unverbindlich Anfrage stellen und Preise vergleichen.
Der 1,7-Liter-CDI: Technik und Einbaulage
Der OM 668 war bei seiner Einführung 1998 ein echter Entwicklungssprung: Mercedes baute hier erstmals einen Vierzylinder-Diesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung speziell für den Frontantrieb aus — und legte ihn im Sandwich-Konzept der A-Klasse schräg unter die Fahrgastzelle, um bei einem Aufprall unter den Fußraum abzutauchen statt in den Fahrgastraum einzudringen. Das war sicherheitstechnisch clever, aus Werkstattsicht ist es ein Alptraum. Die 1689 ccm Hubraum werden über vier Varianten auf 60 bis 95 PS aufgeteilt, die stärkeren Versionen (OM 668.940, OM 668.942) nutzen einen VTG-Lader. Die Steuerkette gilt als langlebig und ist selten die Fehlerquelle. Das Common-Rail-System stammt von Bosch, was Ersatzteile grundsätzlich verfügbar hält — allerdings sind die Injektoren aufgrund der Einbaulage deutlich aufwändiger zu tauschen als bei vergleichbaren Motoren dieser Ära.
| Motorcode | Leistung | Fahrzeugmodell | Bauzeit | HSN/TSN (Auszug) |
|---|---|---|---|---|
| OM 668.941 | 44 kW / 60 PS | A 160 CDI (W168) | 07/1998 – 08/2004 | 0710/361 |
| OM 668.914 | 55 kW / 75 PS | A 170 CDI (W168), Vaneo | 07/1998 – 07/2005 | 0710/516, 0710/527 |
| OM 668.940 | 66 kW / 90 PS | A 170 CDI (W168) | 07/1998 – 08/2004 | 0710/516 |
| OM 668.942 | 70 kW / 95 PS | Vaneo 1.7 CDI (414) | 02/2002 – 07/2005 | 0710/528 |
Die bekannten Schwachstellen im Detail
„Black Death" — das Hauptproblem ab ca. 100.000 km
Die Injektoren des OM 668 sitzen im Zylinderkopf und werden durch eine Kupferhülse abgedichtet. Diese Hülse härtet über die Jahre aus und verliert ihre Dichtwirkung — meistens schleichend ab etwa 100.000 km, manchmal früher bei viel Kurzstreckenbetrieb. Verbrennungsgase treten dann am Injektorsitz aus und verbrennen zusammen mit Motoröl und Kraftstoffresten zu einer teerartigen, extrem harten Masse. Diese wächst über Wochen und Monate, bis Injektoren, Kabelstränge und umliegende Anbauteile unter einer schwarzen Kruste begraben sind — daher der Name.
Die Tücke: Im frühen Stadium riecht es nach Abgas, wenn die Lüftung auf Umluft ausgeschaltet ist und der Motor warm ist. Dieses Signal übersehen viele Fahrer. Erst wenn der Motor im Leerlauf zu nageln beginnt oder einzelne Zylinder aussetzt, wird die Werkstatt aufgesucht — dann ist die Kruste oft bereits zentimeterdick. Das Herausziehen der Injektoren erfordert in diesem Zustand ein hydraulisches Spezialwerkzeug und stundenlange Vorarbeit. Wer hier an den falschen Schrauben dreht, beschädigt den Zylinderkopf irreparabel.
Hochdruckpumpe: Leckagen an den Gehäusedeckeln
Die Bosch-Hochdruckpumpe des OM 668 neigt an ihren Gehäusedeckeln zu Kraftstoffleckagen, erkennbar an Kraftstoffgeruch nach dem Abstellen oder nassen Stellen im unteren Motorbereich. Kritisch wird es, wenn austretender Kraftstoff auf den darunterliegenden Keilriemen oder Kühlschläuche tropft — Keilriemenrisse durch Kraftstoffkontakt sind beim W168 ein bekanntes Folgeschadensbild. Schlechtes Startverhalten, vor allem morgens bei kaltem Motor, ist das erste funktionale Warnsignal. Eine undichte Pumpe sollte zeitnah getauscht werden, da der entstehende Unterdruck im Hochdruckkreis langfristig auch die Injektoren belastet.
Weitere Schwachstellen im Überblick
- Verschlissene Injektordüsen verursachen unruhigen Leerlauf und ein charakteristisches Nageln unter Last — ab ca. 150.000 km zunehmend häufig. Wer das ignoriert, riskiert Kolbenschäden durch Nacheinspritzung.
- Die Vakuumpumpe leckt häufig Öl nach außen. Das klingt harmlos, ist es aber nicht: Ein Druckabfall beeinträchtigt direkt die Bremskraftverstärkung — sicherheitsrelevant.
- Risse in den Ladeluftschläuchen machen sich durch plötzlichen Leistungsabfall unter Last bemerkbar, oft begleitet von schwarzem Rauch. Die Schläuche selbst sind günstig, das Auffinden der Risse im engen Motorraum kostet Zeit.
- Der AGR-Kühler (Abgasrückführung) verkohlt beim OM 668 im Stadtbetrieb vergleichsweise früh und kann zu erhöhtem Ölverbrauch und Rauchen führen — ein Befund, der manchmal fälschlicherweise als Motorschaden gedeutet wird.
Instandsetzung oder Austauschmotor — was rechnet sich?
Die mechanische Basis des OM 668 ist robust. Das Problem ist nie der Motor selbst, sondern der Aufwand, an ihn heranzukommen. Jede Reparatur erfordert beim W168 das vollständige oder teilweise Absenken der Antriebseinheit — das treibt die Lohnkosten auch bei eigentlich kleinen Arbeiten auf 8 bis 12 Stunden Arbeitszeit.
Instandsetzung ist sinnvoll, wenn der Black Death früh erkannt wurde, der Zylinderkopf noch nicht porös oder gerissen ist und der Rest des Motors mechanisch in Ordnung ist. Ein Injektor-Satz mit neuen Kupferdichtungen und professioneller Reinigung des Kopfes kann den Motor für weitere 80.000 bis 100.000 km fit machen — vorausgesetzt, ein Spezialist mit Erfahrung am W168-Layout übernimmt die Arbeit.
Eine vollständige Motorüberholung lohnt sich, wenn zusätzlich zur Injektor-Problematik Kompressionsverlust an einzelnen Zylindern festgestellt wurde oder wenn der Kurbeltrieb bereits Laufspuren zeigt. Bei einem Fahrzeug mit 180.000 km und einem intakten Getriebe kann eine Überholung wirtschaftlicher sein als ein Fahrzeugwechsel.
Ein Austauschmotor ist die richtige Wahl, wenn der Zylinderkopf durch Black Death oder überhitzungsbedingte Risse nicht mehr zu retten ist, oder wenn die Summe aus Injektor-Arbeit, Pumpe und AGR-Reinigung den Wert eines geprüften Tauschmotors übersteigt. Für die vier OM 668-Varianten (60 PS bis 95 PS) findest du auf motorzentrale.de Angebote von verifizierten Händlern und Werkstätten — im Schnitt gehen innerhalb von 6,5 Stunden die ersten Angebote ein, 73 % der Anfragen erhalten mindestens ein konkretes Angebot.
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Fazit: Langlebiger Motor mit einem klaren Achillesferse
Der OM 668 hält bei sorgfältiger Wartung problemlos 250.000 km und mehr — sein einziger echter Feind ist der unbemerkt undichte Injektor, der im engen W168-Motorraum schnell zur Kostenfalle wird. Wer den Abgasgeruch bei warmem Motor ernst nimmt und regelmäßig die Injektorschächte kontrolliert, hat gute Karten. Wenn der Schaden bereits eingetreten ist, hilft motorzentrale.de dabei, den wirtschaftlichsten Weg für deine A-Klasse oder deinen Vaneo zu finden.