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Nahaufnahme vom Abgas eines Autos.©Depositphotos.com/luckyraccoon

Der Abgasskandal und die möglichen Lösungen

Seit dem Abgasskandal Ende 2015 gab es wöchentlich neue News rund um betroffene Fahrzeuge, Ausmaße der Affäre und Fahrverbote. Dabei geht es um manipulierte Fahrzeuge, welche teilweise weit über der Schadstoffgrenze liegen und schädlich für die Umwelt und den menschlichen Körper sind. Wie es mit dem Abgasskandal weiter geht und wie mögliche Lösungen aussehen können betrachten wir im Folgenden genauer.

Abgasskandal: Wie geht es weiter?

Das Problem ist: Wer ist nun für die Fahrzeuge zuständig? Für die Automobilhersteller ist das Fahrzeug ein vergangenes Produkt, welches bereits durch neuere Modelle ersetzt wurde. Verbraucher und Autofahrer sehen natürlich die Firmen in der Handlungspflicht, da diese das Modell verkauft haben ohne die richtigen Schadstoffwerte anzugeben. Die Politik verurteilt zum einen den Skandal öffentlich, traut sich aber nicht wirklich dagegen vorzugehen, denn man will weder den Wähler verärgern, noch dem größten deutschen Industriezweig samt Millionen von Mitarbeitern schaden.

In der EU ist es nun Pflicht Abgasmessungen auf der Straße unter realen Fahrbedingungen durchzuführen. Im ersten Moment klingt das nach der Vermeidung von künftigen Messverfälschungen. Doch ein kleiner Trick namens „Konformitätsfaktor“ erlaubt den Autoherstellern die eigentlich streng gesetzten Grenzwerte um den Faktor 1,5 zu überschreiten.

Nahaufnahme eines Tankdeckels für Diesel, welcher seit dem Abgasskandal in aller Munde ist.
Ob und wie sich Dieselfahrzeuge in Zukunft weiter durchsetzen können, bleibt abzuwarten. | © Depositphotos.com/welcomia

Mögliche Lösungen für den Abgasskandal

Viele Autofahrer nahmen immer an, der Vorteil eines Dieselfahrzeuges liegt im geringeren Verbrauch. Das schont zum einen die Umwelt, zum anderen den Geldbeutel. Inzwischen ist dieser Glaube kaum noch existent und das Vertrauen in dieselfahrzeuge sehr schwach. Dennoch ist ein Lösungsvorschlag der Politik der Euro-6-Norm. Prompt bringen Fahrzeughersteller die neuen Dieselfahrzeug Euro-6-Konform auf den Markt und versuchen mit diversen Umweltprämien zu locken. Ob diese neue Norm für Dieselfahrzeuge aber auf Dauer bestand haben wird, bleibt abzuwarten. Von den Automobilherstellern selber kommt ein Lösungsvorschlag namens „AdBlue“. Dieser wird in einem zusätzlichen Tank mitgeführt und verringert den Ausstoß von Stickoxiden um teilweise 90%. Die Kosten dieser Nachrüstung sind jedoch vom Autofahrer zu tragen.

Teil des Problems ist auch der Güterverkehr

Neben den vielen PKWs auf den deutschen Straßen werden auch LKWs mit Dieselmotoren betrieben und stoßen Unmengen an Schadstoffen aus. Ein Lösungsvorschlag hierfür wäre ein Ausbau der Bahnschienen und eine Verlagerung des Güterverkehrs auf die Bahn. Dieses Konzept, welches unter dem Namen „rollende Landstraße“ bekannt ist, sieht einen Transport der Güter zum Großteil auf der Bahn vor, lediglich eine Maximalstrecke von 100 Kilometern sollte dabei von LKWs zurückgelegt werden. Dafür gibt es derzeit auch eine Online-Petition, welche sich für genau dieses Konzept stark macht.

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