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Verschiedene Motorbauarten bei verschiedenen Herstellern. Motorinnenraum eines Ferraris

Die gängigsten Motorbauarten erklärt

Vergleicht man verschiedene Motoren miteinander, fallen meist die Begriffe PS, Hubraum, Verbrauch und ähnliches. Doch bereits in der Bauart diverser Motoren gibt es fundamentale Unterschiede. In diesem Beitrag möchten wir die gängigsten Motorbauarten erklären.

Der Reihenmotor (R-Motor)

Verschiedene Motorbauarten erklärt: Reihenmotor.
Die gängigste Bauart von Motoren ist vermutlich der Reihenmotor, welcher meist mit bis zu sechs Zylindern verbaut wird. Dieser hat den Vorteil, dass er durch seine Bauform relativ einfach produziert werden kann. Die Zylinder liegen alle nebeneinander („In Reihe“), weshalb der Motor relativ lang und schmal ist. Dadurch ist ein Einbau meist nur quer möglich.

Der V-Motor

Verschiedene Motorbauarten erklärt: V-Motor.
Der V-Motor verdankt seinen Namen der Bauform. Die Zylinder (meist sechs oder acht, selten 10 und 12) sind v-förmig auf zwei Zylinderbänken angeordnet. Dadurch ergibt sich auch, dass eine ungerade Anzahl von Zylindern nur sehr schwer zu realisieren ist und in der Praxis keine Anwendung findet. Der Klang eines V-Motors wird jedem Auto-Fan und Tuningbegeisterten immer auffallen. Vor allem bei größerem Hubraum hat dieser einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Daher kommt der V-Motor meist bei Sportwagen oder SUVs zum Einsatz, wie zum Beispiel dem Audi Q7 oder dem C 63 AMG von Mercedes-Benz zum Einsatz.

Der VR-Motor

Verschiedene Motorbauarten erklärt: VR-Motor.
Der VR-Motor versucht die Beiden Welten der R-Motoren und V-Motoren zusammenzuführen. Prinzipiell gleicht der Aufbau dem V-Motor deutlich, allerdings ist der Winkel deutlich geringer und die Zylinder liegen näher beieinander. Dies führt dazu, dass der Motor weniger Platz beanspruchen muss. Doch neben diesen Vorteilen gibt es leider auch Nachteile: Wegen der aufwendigen Bauweise ist der VR-Motor schwer zu realisieren und auch fehleranfälliger. Verbaut wurden diese VR-Motoren beispielsweise in den Volkswagen-Modellen Golf 3, Golf 4 und Golf 5.

Der Boxer-Motor

Verschiedene Motorbauarten erklärt: Boxer-Motor.
Beim Boxermotor sind die Zylinder auch wieder gegenüber angeordnet, diesmal allerdings in einem 180° Winkel. Im Vergleich zum V-Motor werden hier außerdem die Bewegungen nicht entgegengesetzt, sondern genau gleichzeitig ausgeführt, was in diesem Schaubild verdeutlicht wird. Die gegenüberliegenden Zylinder sorgen außerdem für eine bessere Laufruhe der Motoren. Die Automarke Porsche ist für seine Fahrzeuge mit Boxer-Motoren bekannt.

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