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Was ist die Direkteinspritzung?

Die Direkteinspritzung bei Benzinmotoren wird vor allem in der Tuning-Szene und im Rennsport verwendet. Sie verspricht eine erhöhte Fahrzeugleistung sowie einen geringeren Kraftstoffbereich und dadurch einen kleineren CO2-Ausstoß. Doch was genau ist die Benzindirekteinspritzung?

Die Geschichte der Direkteinspritzung

Der erste Motor mit dem Verfahren der Direkteinspritzung war der Junker-Flugmotor aus dem Jahre 1916. Dieser wurde später als Bootsmotor verwendet, das Prinzip wurde jedoch in den 1930er Jahren in Flugmotoren und in den 50ern auch bei Automobilen verwendet. Der Vorteil des geringeren Kraftstoffverbrauches war damals jedoch nicht so bedeutend wie er heute vielleicht ist, denn der Kraftstoffpreis war sehr niedrig. In Folge dessen wurde die Saugrohreinspritzung das meist verbreitetste System. Heutzutage wird das Brennverfahren mit homogenen Gemisch bei nahezu allen Motorherstellern verwendet. Das Potential der Benzineinsparung durch Direkteinspritzung ist aber auch heute noch gegeben.

Wie funktioniert die Direkteinspritzung?

Die Direkteinspritzung beschreibt in ihrem Namen den Vorgang relativ gut: Das Benzin wird direkt in den Brennraum gespritzt, dazu wird reine Luft angesaugt. Bei der Saugrohreinspritzung wird hingegen das Benzin in das Ansaugrohr gespritzt, wodurch in den Zylinder nur das fertige Benzinluftgemisch gelangt. Hierbei spricht man von einer sogenannten „äußeren Gemischbildung“.

Vor- und Nachteile der Direkteinspritzung

Benzindirekteinspritzung wird durch die gegeben Vorteile sehr interessant:

  • Erhöhter Wirkungsgrad
  • Schnellere Gemischbildung
  • Weniger Wärmeverlust im Zylinder
  • Verminderter Kraftstoffverbrauch
  • Geringerer CO2-Ausstoß

Diese Vorteile sprechen sehr für die Nutzung von Direkteinspritzung welcher auch häufig im Motorsport verwendet wird. Der größte Nachteil, welcher die Automobilhersteller davon abhält die Direkteinspritzung zu verwenden sind wie so oft die Kosten. Einen Motor mit Direkteinspritzung zu konzipieren und bauen ist um einiges aufwendiger als einen Motor mit Saugrohreinspritzung. Außerdem entstehen auch große Folgekosten, denn den gängigen Drei-Wege-Katalysator könnte man bei einem Motor mit Direkteinspritzung auch nicht mehr verwenden. Durch die Veränderungen beim Verbrennen entstehen mehr Stickoxide und Kohlenmonostoff, welche zu einem großen Teil unschädlich gemacht werden müssen.

Die Methode der Direkteinspritzung bietet also ein großen potential, ist aber mit vielen Kosten verbunden und erfordert eine bessere Abgasbehandlung, weshalb Sie aktuell für die Hersteller uninteressant ist.

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