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Ein Renault Zoe beim Feldversuch un Porto Santo

E-Mobilität bei Renault: 18 Monate Feldversuch in Portugal

Auf einer kleinen portugiesischen Insel mit weniger als 6000 Einwohnern fahren zurzeit 20 Elektroautos von Renault umher um die Möglichkeiten der E-Mobilität weiter auszutesten. Dabei werden nur erneuerbare Energien genutzt. Für die Elektrofahrzeuge stehen auf der rund 42 Quadratkilometern großen Insel 40 Ladestationen zur Verfügung.

Erster Feldversuch für die Renault Elektromobilität

Der derzeitig laufende Feldversuch ist für 18 Monate angelegt. Hierfür stellten sich 20 der 6000 auf der Insel lebenden Personen als Testpersonen zur Verfügung. Diese fahren mit 14 Renault Zoe und sechs Renault Kangoo Z.E. über die Insel. Dabei wird neben den Fahrzeugen selber auch das sogenannte Vehicle-To-Grid in Zusammenarbeit mit dem lokalen Energiekonzern EEM getestet. Bei dieser Technologie geht es darum, einen dezentralen Energiespeicher in Form der Fahrzeugbatterien zu schaffen. Sollte also ein Fahrzeug an einer der 40 Ladestationen stehen ist es nicht nur möglich die eigene Batterie zu laden, sondern ebenfalls Energie aus der Batterie in das Stromnetz abzugeben.

Ein Anwendungsbeispiel hierfür wäre eine relativ windstille Nacht. In diesem Fall steht keine Bezugsquelle für erneuerbare Energien zur Verfügung. Ein vollgeladenes Fahrzeug, welches in nächster Zeit nicht benötigt wird, steht nun an einer Ladestation und ein Fahrzeug mit nahezu leerem Akku, welches aber demnächst weiterfahren möchte, an einer Anderen. Sollte dieser Feldversuch positiv enden, könnte in Zukunft eine Versorgung von elektrisch angetrieben Fahrzeugen möglich sein. Hierfür müssen aber ein geschlossenes System und viele Winde und Sonnenstunden gegeben sein, um genug grüne Energie zu bieten.

Renault investiert eine Milliarde Euro in E-Mobilität

Neben diesem einen Feldversuch und einem weiteren, welcher für Ende 2018 geplant ist, investiert Renault auch noch eine Milliarde Euro im eigenen Heimatland in die E-Mobilität. Ziel dieser Investition ist es in den verschiedenen Standorten Douai, Flins, Cléon und Maubeuge verstärkt für den Bau von Elektrofahrzeugen bereit zu sein. Dazu gehören im speziellen die Plattformen, Antriebsstränge und Bauteile. Mit dieser Maßnahme möchte Renault im Bereich der E-Mobilität seine bereits gute Marktstellung weiter ausbauen.

Renault schon immer von E-Autos überzeugt

Renault startete im Vergleich zu seinen Konkurrenten früh mit der Produktion von vollständig elektrisch betriebenen Fahrzeugen. So startete bereits 2011 die Serienproduktion des kleinen Stadtflitzers „Renault Twizy“, auch werden mit dem Renault ZOE bereits seit Ende 2012 Kleinwagen in Serie produziert, die an den Clio angelehnt sind und mittlerweile auch schon fünfstellige, jährliche Verkaufszahlen aufweisen können.

Die Z.E. (Zero Emission)-Modelle des Renault Kangoo und des Transporters Renault Master erfreuen sich ebenso steigender Beliebtheit. Man darf gespannt sein, welche Modelle Renault in Zukunft noch emissionsfrei umfunktionieren wird.

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