Du hast einen CDNB mit Ölverbrauch, Kettenrasseln oder einem handfesten Motorschaden? Motorzentrale.de vermittelt deine Anfrage direkt an geprüfte Fachbetriebe — unverbindlich und kostenlos. Jetzt Anfrage stellen und Angebote für Austauschmotor, Überholung oder Instandsetzung vergleichen.
Technische Einordnung des CDNB
Der CDNB ist der 180-PS-Vertreter der zweiten EA888-Generation (Gen2) in längs eingebauter Konfiguration — damit direkt auf die Audi-Plattformen A4 B8, A5, A6 und Q5 zugeschnitten. Die übergeordnete Baureihengeschichte der EA888-Familie findest du auf der EA888-Seite; hier geht es ausschließlich um den CDNB. Innerhalb der Gen2-Familie unterscheidet sich der CDNB klar von seiner Schwester CDNC: Der CDNC leistet 211 PS (155 kW) bei 350 Nm, während der CDNB mit 320 Nm Drehmoment bei 1.500–4.000 rpm arbeitet und 30 PS weniger abgibt. Auch CCTA und CBFA — die quer eingebauten Gen1-Varianten für VW-Anwendungen — sind konstruktiv und applikatorisch anders einzustufen. Die Gen3-Nachfolger wie CNCD und CNCE bringen ab 2013 eine tiefgreifend überarbeitete Konstruktion mit sich, die die Schwachstellen des CDNB konstruktiv behebt.| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Motorcode | CDNB |
| Hubraum | 1.984 ccm |
| Leistung | 132 kW / 180 PS |
| Drehmoment | 320 Nm bei 1.500–4.000 rpm |
| Baujahre | 06/2008 – 09/2018 |
| Kraftstoff | Benzin (Turbo-Direkteinspritzung) |
| EA888-Generation | Gen2 (längs verbaut) |
| Fahrzeuge | Audi A4 (B8), A5 (8T/8F), A6 (C7), Q5 (8R) |
Schwachstellen: Was den CDNB wirklich betrifft
Ölverbrauch durch Kolbenringe — das Kernproblem
Das bei weitem gravierendste Problem dieses Motorcodes ist konstruktiv bedingt. In der Gen2-Entwicklung wurden bewusst dünnere, reibungsärmere Kolbenringe eingesetzt — mit dem Ziel, den Verbrauch zu senken. In der Praxis führte das dazu, dass Öl in den Brennraum gelangt. Betroffene Fahrzeuge zeigen oft bereits ab ca. 80.000–100.000 km messbar erhöhten Ölverbrauch; in fortgeschrittenen Fällen sind Werte von über einem Liter auf 1.000 Kilometer dokumentiert. Audi hat als Reaktion eine Service-Aktion aufgelegt: In Werkstattkreisen kursiert diese unter den Bezeichnungen „Service Action 4B9" sowie der Technischen Produktinformation TPI 2019935 — ein Kolben- und Kolbenring-Update für betroffene Motoren. Ob dieses Update an deinem Fahrzeug bereits durchgeführt wurde, lässt sich über die Servicehistorie oder eine ODIS-Diagnose prüfen. Fahrzeuge ohne Nachweis dieses Updates sollten vor dem Kauf einem Ölverbrauchstest unterzogen werden.Steuerkette: Rasseln beim Kaltstart ab ca. 100.000 km
Ein zweites, praxisrelevantes Problem der Gen2-Motoren betrifft den Kettentrieb. Die Steuerkette kann sich ab etwa 100.000 km dehnen — erkennbar am charakteristischen Rasseln direkt nach dem Kaltstart, das sich nach wenigen Sekunden wieder legt. Wird dieses Signal ignoriert, drohen Schäden an Kettenspanner und Gleitschienen. Ein vollständiger Kettentriebsatz liegt in der freien Werkstatt je nach Umfang bei mehreren Hundert Euro Teile- und Arbeitskosten; wird er im Rahmen einer ohnehin nötigen Instandsetzung erledigt, hält sich der Mehraufwand in Grenzen.Hochdruckpumpe und Luftmassenmesser
Seltener, aber im Forum-Alltag regelmäßig dokumentiert: Probleme mit der Hochdruckkraftstoffpumpe. Ein Indiz ist Benzingeruch im Öl — ein klares Signal, die Pumpe prüfen zu lassen. Ebenfalls bekannt sind Kontaktprobleme am Luftmassenmesser-Stecker, die sich durch sporadisches Ruckeln und Fehlercodes (u. a. P2261) bemerkbar machen. Oft reicht ein neuer Steckverbinder oder ein Austausch des Sensors, ohne dass ein größerer Motorschaden vorliegt.Karbonablagerungen an den Einlassventilen
Als reiner Direkteinspritzer — ohne die kombinierte Saugrohreinspritzung, die erst die Gen3 erhielt — neigt der CDNB zur Karbonbildung an den Einlassventilen. Das macht sich durch Leistungsabfall und unrunden Leerlauf bemerkbar, typischerweise ab ca. 120.000 km. Eine Ventilreinigung per Walnut-Blasting ist der übliche Ansatz in der Fachwerkstatt.Instandsetzung, Überholung oder Austauschmotor — wann lohnt was?
Die Entscheidung hängt am Zustand des Grundmotors und am Fahrzeugwert. Gezielte Instandsetzung macht Sinn, wenn der Schaden klar eingegrenzt ist: defekte Hochdruckpumpe, Luftmassenmesser-Problem oder ein isolierter Kettentriebsschaden ohne Folgeschäden an Lagern oder Zylinderwand. Der Motor läuft noch, zeigt aber ein spezifisches Symptom. Hier können Kosten im dreistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich anfallen — deutlich günstiger als ein Kompletttausch. Motorüberholung ist der richtige Weg, wenn der Ölverbrauch klar über einem Liter pro 1.000 km liegt, die Zylinderwände aber noch honen-fähig sind und keine Rissschäden vorliegen. Bei der Überholung werden Kolben, Kolbenringe, Pleuellager und Dichtungssätze erneuert — idealerweise mit dem überarbeiteten Kolbensatz, der das Ölverbrauchsproblem konstruktiv behebt. Die Reparaturkosten für eine solche Überholung in der freien Werkstatt lagen historisch zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Austauschmotor ist die wirtschaftlich sinnvollste Option bei eingelaufenem Motorschaden, Lagerschäden oder wenn der Motor schlicht zu weit verschlissen ist für eine Überholung — oder wenn ein schneller, garantierter Ergebnis benötigt wird. Auf motorzentrale.de liegen die Angebote für CDNB-Austauschmotoren im Durchschnitt bei ca. 3.200 Euro, mit einer Spanne von 600 bis 5.590 Euro je nach Laufleistung, Herkunft und Garantieumfang des Aggregats. Ein gebrauchter Motor mit Garantie aus einem geprüften Lager ist für viele Fahrzeuge mit einem Restwert ab ca. 6.000–7.000 Euro wirtschaftlich darstellbar.Du weißt noch nicht, welche Option für deinen CDNB passt? Kein Problem — stell einfach eine Anfrage, schildere den Befund, und geprüfte Fachbetriebe melden sich mit konkreten Angeboten. Jetzt Anfrage stellen