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Motorschäden: mit Reparaturkostenversicherung für Gebrauchtwagen absichern?

Ein Motorschaden ist der Supergau für jeden Autobesitzer – vor allem natürlich dann, wenn die Garantie abgelaufen ist und es sich um einen Gebrauchtwagen handelt. Was tun? Die teuren Kosten für einen neuen Motor beziehungsweise eine Reparatur zahlen? Oder vielleicht gleich einen neuen Wagen kaufen? Eine Alternative dazu ist die Reparaturkostenversicherung für Gebrauchtwagen. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen dazu im kompakten Überblick zusammengestellt.

Schäden am Motor: Welche gibt es?

Ein Motorschaden kann aus den unterschiedlichsten Gründen verursacht werden. Da gibt es den natürlichen Verschleiß, der alle Bauteile eines Fahrzeugs betreffen kann. Auch Unfälle können einen Motorschaden mit sich bringen und dazu führen, dass ein Fahrzeug nicht mehr betriebsbereit ist. Es ist ebenfalls möglich, dass ein Fahrzeug von vornherein mit einem technischen Mangel ausgerüstet sein kann, der sich später im Motorschaden manifestiert. Auch eine Möglichkeit ist es natürlich, dass ein Fahrzeug durch einen Wasserschaden oder einen Blitzschlag nicht nutzbar wird.

Typische Motorschäden an einem Fahrzeug sind:

  • der Kolbenfresser
  • ein Schaden am Getriebe
  • die Motorzerstörung durch umstürzende Bäume
  • der gerissene Zahnriemen
  • Motorschaden durch mutwillige Zerstörung
  • Zylinderkopfschäden

Welche Motorschäden deckt die normale Versicherung ab?

Motorschäden sind besonders kostenintensiv. Doch die meisten von ihnen werden durch klassische Versicherungsverträge nicht übernommen. In diesem Zusammenhang gilt es eine grundsätzliche Unterscheidung zu treffen. Bei den sogenannten Betriebsschäden zahlen die drei Modelle der Autoversicherung – Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko – nicht. Zu den Betriebsschäden zählen der klassische Verschleiß ebenso wie Mängel im technischen Bereich oder Motorschäden, die der Fahrzeughalter selbst zu verantworten hat. Typische Beispiele: Es wurde nicht regelmäßig Öl nachgefüllt oder das Fahrzeug wurde ständig im hohen Drehzahlbereich gefahren. Die Versicherung springt nur dann ein, wenn es sich um Motorschäden handelt, die der Fahrzeughalter nicht selbst zu vertreten hat. Dazu gehören der Vandalismus, aber auch Unwetterschäden, zum Beispiel Motorzerstörung durch ein Unwetter, etwa Hochwasser oder Blitzeinschlag.

Die Reparaturkostenversicherung: Was ist das genau und in welchen Fällen lohnt sie sich?

Während Neuwagen mit einer großzügigen Garantie ausgestattet sind, beträgt die Garantie auf Gebrauchtwagen in der Regel nur ein Jahr. Trotz aller Checks kann nicht vorausgesagt werden, ob ein Motorschaden ansteht oder nicht. Ein Fahrzeug wird dann unbrauchbar, obwohl es vielleicht erst vor einem Jahr gekauft worden ist. Die Reparaturkostenversicherung ist eine Möglichkeit, sich gegen solche Fälle abzusichern. Sie ist allerdings mit Bedacht auszuwählen, ob sie sich für den konkreten Fall auch wirklich lohnt.

Ein wichtiger Faktor, mit dem dies beurteilt werden kann, ist der Wert des Fahrzeugs. Wenn das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Kaufs einen hohen Wert hatte, ist es sinnvoll, nach Garantieablauf eine Reparaturversicherung zu haben, die die Kosten eines Motorschadens abdecken kann. Sie übernimmt nicht nur die Kosten des Material, das für eine Reparatur nötig ist, sondern auch die Lohnkosten der Experten, die diese durchführen. Auch das Alter des Fahrzeugs ist zu berücksichtigen. Denn der Anteil an den Kosten, der von der Reparaturversicherung gezahlt wird, hängt in der Regel auch davon ab. Hier gilt es abzuwägen: Denn die Kostenerstattung bei älteren Fahrzeugen reduziert sich, aber gleichzeitig erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Reparaturbedarf eintritt.

Zudem lohnt sich die Reparaturkostenversicherung vor allem dann, wenn ein Fahrzeug für die private Nutzung vorgesehen ist. Sie wirkt dann als Anschlussgarantie nach dem ersten Jahr des Kaufes. Denn ein Jahr lang gibt es die gesetzliche vorgeschriebene Garantie auf den Gebrauchtwagenkauf. Danach kann die Reparaturkostenversicherung einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass der Autobesitzer beruhigt sein kann, im Falle eines Motorschadens nicht mit hohen Kosten konfrontiert zu werden.

Vergleiche lohnen sich!

Zudem ist es ein bedeutsames Kriterium, die Kosten der Versicherung zu prüfen und zu vergleichen. Dabei eignen sich unabhängige Vergleichsportale besonders gut, weil sie Versicherungslösungen bedarfsgerecht aus den verfügbaren Angeboten herausfiltern und nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden sind. Wer sich einem speziellen Anbieter, etwa einer Bank oder einen Versicherungsmakler anvertraut, muss natürlich damit rechnen, dass ihm nur die dort verfügbaren Produkte vorgeschlagen werden und ihm so gute Angebote entgehen.

Fazit: Vergleiche online machen es dem Verbraucher möglich, nach individuellen Kriterien auch für die Reparaturkostenversicherung die persönlich optimalen Angebote herauszufiltern. Danach können die Angebote miteinander vergleichen und die tatsächlichen Kosten unkompliziert berechnet werden.

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