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Peugeot Motorbaureihen
Peugeot Motorschaden — Austauschmotor oder Instandsetzung?
Ein Motorschaden am Peugeot muss nicht das Ende des Fahrzeugs bedeuten. Peugeot gehört zum Stellantis-Konzern (PSA) und teilt viele Motoren mit Citroën, Opel, Vauxhall und DS — was die Verfügbarkeit von Austauschmotoren erheblich verbessert. Besonders die meistgebauten Modelle 208, 308, 3008 und 508 haben eine gute Ersatzteilversorgung. Eine Motorinstandsetzung ist wirtschaftlich sinnvoll bei gezielten Einzelschäden — defekter Zahnriemen, Turbolader, Steuerkette oder Zylinderkopfdichtung — vorausgesetzt der übrige Motor ist in gutem Zustand. Über motorzentrale.de kannst du beide Optionen gleichzeitig anfragen und Angebote von geprüften Fachbetrieben direkt vergleichen.
Typische Motorprobleme bei Peugeot — was du wissen musst
Peugeot-Motoren sind in der Regel zuverlässig, haben aber je nach Baureihe bekannte Schwachstellen. Diese Probleme führen am häufigsten zu Anfragen auf motorzentrale.de:
- 1.6 PureTech (EB2DT / EP6CDT) — Steuerkette, Ölverbrauch und Zylinderkopfdichtung: Der bekannteste und meistdiskutierte Peugeot-Problemmotor. Der 1,6-Liter-Dreizylinder-Turbo (208, 2008, 308, 3008, 508, Partner, ab 2014) hat mehrere konstruktionsbedingte Schwachstellen: Die Steuerkette dehnt sich bei langen Ölwechselintervallen — Peugeot schreibt lange Intervalle vor, Spezialisten empfehlen alle 10.000 km. Gleichzeitig haben frühe Versionen bekannte Probleme mit der Zylinderkopfdichtung, die bei Überhitzung versagt. Peugeot hat das Problem in späteren Überarbeitungen (ab 2018) durch eine verstärkte Konstruktion teilweise gelöst, aber ältere Fahrzeuge sind weiterhin anfällig. Bei Totalschaden ist ein Austauschmotor oft die wirtschaftlichere Lösung — Austauschmotoren sind durch die Konzernzugehörigkeit gut verfügbar.
- 1.2 PureTech (EB2DT / HNY) — Steuerkette und Ölverbrauch: Der kleinere Dreizylinder-Turbo (208, 2008, 308, Rifter, ab 2012) teilt dieselbe Grundproblematik wie der 1.6: Die Steuerkette dehnt sich bei mangelnder Ölpflege. Frühe Versionen haben erhöhten Ölverbrauch durch verschlissene Kolbenringe — Peugeot hat ein Kulanzprogramm für betroffene Baujahre aufgelegt. Ölwechsel alle 10.000 km mit dem vorgeschriebenen 5W-30-Öl ist bei diesen Motoren unbedingt einzuhalten.
- 1.6 HDi / BlueHDi (DV6C / DV6FE) — Steuerkette, Injektoren und Partikelfilter: Der meistgebaute Peugeot-Diesel, verbaut in 207, 208, 308, 3008, Partner, Expert und Boxer (2004–heute). Grundsätzlich robust, hat der DV6 bei hoher Laufleistung bekannte Schwachstellen: Die Steuerkette dehnt sich bei langen Ölwechselintervallen, erkennbar am Rasseln beim Kaltstart. Injektoren verschleißen ab 150.000 km. Der Dieselpartikelfilter verstopft bei häufigem Kurzstreckenbetrieb. Regelmäßige Autobahnfahrten zur Filterregeneration sind Pflicht. Derselbe Motor ist auch in Citroën, Opel und Ford verbaut — Ersatzteile daher gut verfügbar.
- 2.0 HDi / BlueHDi (DW10 / DW10C) — Steuerkette und AGR: Der 2,0-Liter-Diesel (308, 3008, 508, 5008, Expert, Boxer, 2000–heute) gilt als langlebig, hat aber bekannte Probleme mit der Steuerkette bei hoher Laufleistung und einem anfälligen AGR-Ventil. Ein verdrecktes AGR kann Ansaugbrücke und Turbolader beschädigen — regelmäßige AGR-Reinigung alle 50.000–60.000 km verlängert die Lebensdauer erheblich.
- THP 156 / 175 / 200 (EP6DT / EP6CDTX) — Steuerkette und Kolbenringe: Der leistungsstarke 1,6-Liter-Turbo (308 GTi, RCZ, 207 GTi, 2006–2015) wurde in Kooperation mit BMW entwickelt und teilt bekannte Schwachstellen mit dem BMW N14: Steuerkettenprobleme bei mangelnden Ölwechseln und Ölverbrauch durch verschlissene Kolbenringe. BMW hat für identische Motoren in MINI und BMW Rückrufe durchgeführt — prüfe den Rückrufstatus deines Fahrzeugs.
- 2.2 HDi (4HU / P22DTE) — Injektoren und Turbolader: Der größere Diesel (607, 807, Expert, Boxer, 2002–2014) hat bekannte Probleme mit verschlissenen Injektoren bei hoher Laufleistung und einem anfälligen Turbolader durch Ölkohleablagerungen im Zuführungsrohr. Bei Injektor-Ausfall ist schnelles Handeln wichtig — defekte Injektoren können die Nockenwelle beschädigen.
Häufig angefragte Peugeot Motorcodes auf motorzentrale.de
Diese Motorcodes werden am häufigsten für Austauschmotor- und Instandsetzungsanfragen gesucht:
- EB2DT / HNK / HNY — 1,2 PureTech Dreizylinder, 82–131 PS, 208, 2008, 308, Rifter (ab 2012)
- EP6CDT / EP6DT — 1,6 THP/PureTech, 120–200 PS, 207, 208, 308, RCZ, 3008 (2006–heute)
- DV6C / DV6FE / BHY — 1,6 HDi/BlueHDi, 75–120 PS, 207, 208, 308, 3008, Partner (2004–heute)
- DW10C / DW10FD — 2,0 HDi/BlueHDi, 110–180 PS, 308, 3008, 508, 5008, Expert (2000–heute)
- EP6CDTX / EP6CDTXp — 1,6 THP 175/200, 175–200 PS, 308 GTi, RCZ THP, 207 GTi (2006–2015)
- 4HU / P22DTE — 2,2 HDi, 128–170 PS, 607, Expert, Boxer (2002–2014)
- HN05 / HNZ — 1,5 BlueHDi, 102–131 PS, 208, 2008, 308, 3008, Rifter (ab 2018)
- XU10J4RS / EW10J4S — 2,0 Benziner, 136–177 PS, 306, 307, 406, 407, RCZ (1997–2012)
Peugeot Getriebeprobleme — Reparatur, Austausch oder Spülung?
Peugeot setzt je nach Modell unterschiedliche Getriebekonzepte ein — vom Schaltgetriebe über das EAT-Automatikgetriebe bis hin zum e-EAT8 in neueren Modellen. Das bekannteste Peugeot-Problemgetriebe ist das AL4 / DP0 Automatikgetriebe (verbaut in 206, 207, 307, 308, 3008, Partner, 2000–2012) — ein älteres Wandlerautomatikgetriebe, das bekannt für Schaltprobleme durch verschlissene Reibbeläge und eine fehleranfällige Steuerhydraulik ist. Symptome: Rucken beim Gangwechsel, Hänger beim Schalten, Getriebeüberhitzungswarnung. Eine regelmäßige Getriebespülung alle 40.000–50.000 km ist bei diesem Getriebe besonders wichtig — Peugeot hat keine regelmäßigen Ölwechsel vorgeschrieben, was zu vielen vermeidbaren Schäden geführt hat.
Das neuere EAT6 / EAT8 (ab 2013 in 308, 3008, 508) von Aisin gilt als deutlich zuverlässiger, profitiert aber ebenfalls von regelmäßigen Ölwechseln. Bei schwerem Getriebeschaden ist ein Getriebeaustausch durch ein aufgearbeitetes Austauschgetriebe oft wirtschaftlicher. Über motorzentrale.de kannst du Angebote für alle Getriebearbeiten von Fachbetrieben einholen.
Turbolader bei Peugeot — Verschleiß, Ausfall und Optionen
Nahezu alle modernen Peugeot-Motoren sind aufgeladen — PureTech-Benziner und HDi/BlueHDi-Diesel teilen die Turboladetechnologie konzernweit mit Citroën und Opel. Besonders anfällig sind der 1.6 PureTech (Turbolader leidet unter dem bekannten Ölmangelzeichen dieses Motors — hoher Ölverbrauch bedeutet mangelnde Schmierung im Turbolader), der 1.6 HDi DV6 (variable Turbinengeometrie verklebt bei häufigem Kurzstreckenbetrieb) und der 1.6 THP EP6 (BMW-Kooperation: identische Turboladerprobleme wie beim MINI Cooper S).
Vor jedem Turboladertausch muss das Ölzuführungsrohr geprüft werden und — besonders bei PureTech-Motoren — der Ölverbrauch diagnostiziert werden. Zur Verfügung stehen Turbolader Reparatur durch Aufarbeitung sowie Turbolader Austausch mit Neuteil oder Austauschturbolader. Durch die Stellantis-Konzernzugehörigkeit sind Turbolader für Peugeot-Motoren gut und günstig verfügbar.
Motorsteuergerät bei Peugeot — BSM-Defekte erkennen und beheben
Das Peugeot Motorsteuergerät wird als BSM (Boîtier de Servitude Moteur) bezeichnet und nutzt Plattformen von Bosch, Siemens/Continental und Delphi. BSM-Defekte sind bei Peugeot häufiger als bei deutschen Premiummarken — besonders Modelle der Baujahre 2000–2012 haben bekannte Probleme. Häufige Ursachen: Feuchtigkeitseintritt (307 und 407 haben exponierte Steuergeräte), Überspannung durch fehlerhafte Starthilfe sowie Lötstellenrisse durch thermische Belastung.
Das Siemens/Continental-Steuergerät der frühen HDi-Motoren und das Bosch-EDC der DW10-Dieselmotoren haben bekannte interne Bauteilausfälle ab ca. 180.000 km. Vor einem Tausch ist eine Diagnose mit Diagbox (Peugeots/PSAs offizielles Diagnosesystem) notwendig. Bei bestätigtem Defekt stehen Motorsteuergerät Reparatur durch Spezialisten sowie Motorsteuergerät Kauf zur Verfügung. PSA-Steuergeräte müssen auf die Fahrzeugidentifikationsnummer kodiert werden — nur durch Betriebe mit Diagbox-Zugang möglich.
Motortuning bei Peugeot — Leistungssteigerung und ECO-Tuning
Peugeot-Motoren bieten durch ihre konzernweite Plattformstrategie gutes Tuningpotenzial. Realistische Zugewinne: Der 1.6 HDi 110 PS lässt sich auf ca. 135–145 PS steigern, der 2.0 HDi 150 PS auf ca. 185–200 PS. Beim Benziner bietet der 1.6 THP 156 PS Potenzial bis ca. 195–210 PS, der 1.6 PureTech 130 PS auf ca. 155–170 PS. Der 308 GTi 1.6 THP 200 PS lässt sich per Stage-1-Tune auf ca. 235–250 PS steigern.
Beim ECO-Tuning sind die HDi-Diesel interessant: Beim 1.6 HDi 110 PS lassen sich 0,5–1,0 Liter pro 100 km einsparen, beim 2.0 HDi 150 PS bis zu 1,5 Liter. Wichtiger Hinweis: Beim 1.6 PureTech sollte vor einer Leistungssteigerung unbedingt die Zylinderkopfdichtung und Steuerkette geprüft werden — ein Tuning auf einem vorgeschädigten Motor beschleunigt den Totalschaden. Über motorzentrale.de kannst du Angebote von spezialisierten Tuning-Betrieben einholen und vergleichen.
Kennzahlen zur Marke Peugeot und den Motoren
Marke: PeugeotGründung: 02.04.1896 in Audincourt
Gründer: Armand Peugeot
Hauptsitz: Rueil-Malmaison, Frankreich
Motoren bei uns ab Baujahr: Juli 1968
Maximale Leistung: 265 kW / 360 PS
Modelle seit 1950: 151
Motoren seit 1950: 413
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